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(von Dipl. oec. troph. Roland Peifer)

Die traditionelle mediterrane Ernährungsweise, wie sie heute noch beispielsweise auf Kreta praktiziert wird, wurde in diversen wissenschaftlichen Studien untersucht. In einem Großteil dieser Studien konnte ein positiver Effekt auf die Gesundheit des untersuchten Kollektivs festgestellt werden.

Da koronare Herzerkrankungen in einigen Teilen der mediterranen Welt bedeutend seltener vorkommen als beispielsweise in Deutschland, bestand großes Interesse an der Erforschung der Ursache. Sehr schnell richtete sich der Fokus auf die südeuropäischen Essgewohnheiten. Die traditionelle mediterrane Ernährung besteht aus zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie Brot, Teigwaren, Gemüse, Salat, Hülsenfrüchten, Obst und Nüssen. Dadurch ist diese Ernährungsform reich an komplexen Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Die traditionelle mediterrane Kost enthält nur geringe Mengen an tierischen Lebensmitteln (Ausnahme: Fisch) und unterscheidet sich, in Bezug auf die Fettsäurezusammensetzung, grundlegend von der nord- bzw. mitteleuropäischen Küche. Charakteristisch ist ein niedriger Gehalt an gesättigten tierischen Fetten, ein relativ hoher Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und antioxidativ wirkenden Polyphenolen (überwiegend aus Olivenöl) und eine gesteigerte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren durch den Verzehr von fettreichen Seefischen wie Lachs und Makrele.

Die Behauptung, eine gesunde Ernährungsweise müsse fettarm sein, lässt sich nicht mehr ohne weiteres vertreten. Viel wichtiger ist die Zusammensetzung der aufgenommenen Fette. Wer darauf achtet, möglichst wenig tierische, dafür aber reichlich pflanzliche Fette zu sich zu nehmen, der ist schon auf dem besten Weg zu einer gesunden Ernährung. Bei den pflanzlichen Fetten sollte darauf geachtet werden, stets hochwertige Pflanzenöle, insbesondere Olivenöl, auszuwählen. Auch bei den Pflanzenölen ist die Zusammensetzung, das so genannte Fettsäurespektrum, von großer Wichtigkeit.

Im Bereich der fettreichen tierischen Lebensmittel bildet der Fisch wie bereits erwähnt eine Ausnahme. Nach aktuellen Erkenntnissen sollte Fisch aufgrund seiner günstigen Fettsäurezusammensetzung zwei- bis dreimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.

Die Ernährung in den meisten westlichen Ländern enthält ein zu großes Angebot an Omega-6-Fettsäuren und ist eher arm an Omega-3-Fettsäuren. Das derzeit empfohlene Omega-6/Omega-3-Verhältnis von 3:1 bis 5:1 wird in Deutschland mit etwa 20:1 weit überschritten. Öle mit einem hohen Gehalt an Omega-6-Fettsäuren, wie beispielsweise Sonnenblumenöl oder Distelöl, sollten daher nur sparsam oder gar nicht eingesetzt werden, da ein Überangebot an Omega-6-Fettsäuren zu Ungunsten von Omega-3-Fettsäuren den Körper in einen "Alarmzustand" versetzt. Über den so genannten Eikosanoidstoffwechsel werden aus den Omega-6-Fettsäuren zu viele hochaktive Entzündungsbotenstoffe gebildet. Diese Botenstoffe sind zwar lebenswichtig, können jedoch in hohen Konzentrationen zu schädigenden Prozessen im Körper führen. Sie spielen beispielsweise bei der Entstehung der Arteriosklerose eine entscheidende Rolle. Omega-3-Fettsäuren, die in hohen Konzentrationen im Fisch vorkommen beeinflussen den Eikosanoid- und Fettstoffwechsel auf positive Weise. Die aus ihnen gebildeten Botenstoffe wirken der "Entzündungsneigung" des Körpers entgegen. Weiterhin beeinflussen Omega-3-Fettsäuren die Blutfette wesentlich günstiger als Omega-6-Fettsäuren. Olivenöl mit seinem hohen Gehalt an einfach ungesättigter Ölsäure hat einen neutralen Effekt auf den Eikosanoidstoffwechsel und nicht zuletzt auch aufgrund der öleigenen Vitalstoffe (wie z.B. Oleocanthal und Oleuropin) einen äußerst positiven auf die Zusammensetzung der Blutfette. In Kombination mit Omega-3-Fettsäuren aus fettreichem Seefisch kann das Omega-6/Omega-3-Verhältnis auf genussvolle Art und Weise an die Empfehlung angepasst werden.

Es hat sich mittlerweile nicht nur in Europa herumgesprochen, dass es die traditionelle mediterrane Ernährungsweise verdient hat, als gesund bezeichnet zu werden. Das Olivenöl spielt dabei eine Schlüsselrolle und wird von mir als Ernährungswissenschaftler uneingeschränkt empfohlen.

Die hochpotenten Wirkstoffe des Olivenöls sorgen nicht nur für die Gesunderhaltung unseres Körpers, sondern beeinflussen gleichzeitig den Geschmack positiv.

Auch von Feinschmeckern wird hochwertiges Olivenöl mit Recht gelobt. Billigöle aus dem Discounter erreichen meistens nicht die Qualität von Top-Olivenölen, da durch unsachgemäßen Umgang mit den Oliven während der Ernte und der Verarbeitung und falsche Lagerung des Öls die Vitalstoffe auf der Strecke bleiben.

Quelle: Omega-3-Fettsäuren in der Prävention koronarer Herzerkrankungen;
Dipl. oec. troph. Roland Peifer; Bezug über info@vitaolio.com